Verschiedene Lederarten im Vergleich

Egal ob Schuhe, Möbel oder Autositze – Leder ist ein oft gewähltes Produkt weil es  hochwertig und elegant ist. Um es zu schützen und seine Lebensdauer zu verlängern bedarf es einer regelmäßigen Pflege. Aber das Leder pflegen ist keineswegs eine einfache Tätigkeit. Mit dem falschen Mittel oder der falschen Bürste haben Sie schnell einmal Kratzer oder Flecken. Hier erkläre ich daher ein wenig was zu unterschiedlichen Lederarten:

Pigmentiertes/gedecktes Leder

Pigmentierte Leder werden auch als gedeckte Leder bezeichnet. Bei diesen wird bei der Herstellung die Rohhaut des Tieres mit einer Farbschichte überdeckt. Es kommt daher bei diesen Ledern überhaupt nicht darauf an, ob es ursprünglich mängelfrei war oder nicht. Daher werden nur eher minderwertige Rohhäute verwendet. Die Poren sind geschlossen.

Diese Leder sind pflegeleicht und auch die Behandlung mit etwas Wasser schadet nicht. Wichtig ist, dass durch Vernachlässigung die Deckschichte brüchig wird. Daher gilt: Vierteljährlich intensiv reinigen und mit Lederpflegemitteln behandeln und imprägnieren.

Anilinleder

Die edelste und pflegeintensivste Glattlederart ist das Anilinleder. Dieses wird auch als „naturbelassenes Leder“ bezeichnet. Dafür werden auch nur die besten tierischen Rohhäute herangezogen, also solche, die keine Mängel aufweisen.

Die Pflege solcher Leder ist aufwändig. Die Witterung, Sonneneinstrahlung und Gebrauch können sehr rasch Spuren hinterlassen. Die Folge sind das Austrocknen oder Ausbleichen sowie die Ansammlung von Fett, die Bekleidung aus Rein-Anilinleder oft speckig macht. Eine regelmäßige Pflege ist unabdingbar. Wasser und äußerst fetthaltige Pflegemittel dürfen nicht an dieses Leder gelassen werden, da es sich verfärben kann und die Poren verstopfen.

Semi-Anilinleder

Wenn die tierische Haut etwas mehr an Merkmalen aufweist, als dass es für reines Anilinleder reicht, wird diese zur Herstellung von Semi-Anilinledern genommen. Im Prozess der Lederherstellung erfolgt dann eine leichte Pigmentierung, welche die Narben und optischen Mängel teilweise kaschiert. Diese Leder erhalten eine Schutzschicht.

Diese Schutzschichte macht das Leder zwar etwas pflegeleichter aber dennoch gelten in etwa dieselben Dinge, wie bei Anilinledern. Eine regelmäßige Pflege ist wichtig. Man sollte etwa 4- bis 6 mal pro Jahr eine komplette Reinigung durchführen. Eine Imprägnierung ist möglich und auch zu empfehlen.

Mehr zur Lederpflege finden Sie auch auf meinem Blog, den ich im ersten Absatz verlinkt habe!

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